GBP/USD hat in der Mittwochssitzung an Boden verloren und die Gewinne vom Dienstag zunichte gemacht. Im nordamerikanischen Handel wird das Paar bei 1.3132 gehandelt, was einem Rückgang von 0.39 % über den Tag entspricht. Was die Veröffentlichung anbelangt, fiel der britische Verbraucherpreisindex auf 2.4 % und blieb damit hinter der Schätzung von 2.6 % zurück. In den USA blieben die Bauindikatoren hinter den Prognosen zurück. Die Baugenehmigungen stiegen auf 1.24 Millionen und blieben damit hinter der Schätzung von 1.27 Millionen zurück. Die Zahl der Baubeginne sank auf 1.20 Millionen und verfehlte damit die Prognose von 1.22 Millionen. Später am Tag veröffentlicht die Federal Reserve das Protokoll ihrer geldpolitischen Sitzung im September. Am Donnerstag veröffentlicht das Vereinigte Königreich die Einzelhandelsumsätze, wobei die Märkte auf einen Rückgang von 0.4 % rechnen. Die USA veröffentlichen den Philly Fed Manufacturing Index und die Arbeitslosenzahlen.
Premierministerin May trifft sich mit anderen EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel, doch ein Durchbruch beim Brexit ist sehr unwahrscheinlich. Donald Tusk, Chef der Europäischen Kommission, hat die britische Premierministerin May aufgefordert, neue Vorschläge zum heiklen Thema der irischen Grenze vorzulegen. Die EU besteht darauf, dass sie kein Austrittsabkommen mit Großbritannien unterzeichnen wird, es sei denn, es gibt einen Backstop, der es Nordirland ermöglicht, nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU zu bleiben. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die britische Regierung einem solchen Schritt zustimmen wird, da hierfür regulatorische Hürden innerhalb des Vereinigten Königreichs erforderlich wären. Da die Pläne für eine Brexit-Erklärung bei der Sitzung am Mittwoch auf Eis liegen, bleibt die Kluft zwischen Großbritannien und der EU groß, während die Uhr auf März zuläuft, wenn das Vereinigte Königreich die EU verlassen wird. Am Dienstag bot Michel Barnier, Chef-Brexit-Unterhändler der EU, an, die Übergangsphase um zwölf Monate zu verlängern, sodass sie bis Dezember 12 in Kraft bleiben würde. Dies würde den Seiten mehr Zeit geben, an der geplanten Zollunion sowie an der heiklen Frage der irischen Grenze zu arbeiten.
In den USA verzeichneten die Einzelhandelsumsätze im September im Vergleich zum August einen schwachen Anstieg von 0.1 %. Auf Jahresbasis bleibt das Bild jedoch positiv: Die Einzelhandelsumsätze stiegen um starke 4.7 Prozent. Das dritte Quartal endete mit starken Verbraucherausgaben, die durch die rekordtiefe Arbeitslosigkeit und die massiven Steuersenkungen der Trump-Regierung beflügelt wurden. Allerdings könnten die Impulse aus dem Steuerreformpaket nachgelassen haben, was zu geringeren Konsumausgaben im vierten Quartal führen könnte.

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