Der amerikanische Arbeitsmarkt hat seine Februarflaute hinter sich gelassen und sich im März mit 196 neuen Stellen erholt. Die Zahlen für Februar wurden ebenfalls leicht nach oben korrigiert, wobei die Nettorevisionen für die beiden Vormonate bei 14 liegen. Die Arbeitslosenquote blieb im März unverändert bei 3.8 %.
Nennenswerte Beschäftigungszuwächse gab es im Gesundheitswesen (+49) und bei professionellen und technischen Dienstleistungen (+34). Auch die Zahl der Neueinstellungen im Freizeit- und Gastgewerbe erholte sich von einem Rückgang im Februar und stieg um 33 Stellen.
Es gab weitere Belege dafür, dass zumindest ein Teil der Einstellungsschwäche im Februar wetterbedingt war. Im Februar konnten 78 Arbeitnehmer mehr als im Durchschnitt wegen schlechten Wetters nicht arbeiten. Im März fiel die Zahl wieder unter den Durchschnitt.
Die Erwerbsquote insgesamt sank im März um zwei Prozentpunkte auf 63.0 %. Die Zahl der zivilen Arbeitskräfte ist in jedem der ersten drei Monate des Jahres geschrumpft. Die Erwerbsquote liegt zwar immer noch etwas über dem Vorjahresniveau, aber da die Babyboomer zunehmend in den Ruhestand gehen, wird der Abwärtsdruck auf die Gesamterwerbsquote weiter anhalten.
Das Wachstum der durchschnittlichen Stundenlöhne fiel im März etwas schwach aus und lag bei 0.1 Prozent. Auf Jahresbasis stiegen die Löhne im März immer noch um satte 3.2 Prozent, nach 3.4 Prozent im Februar.
Key Auswirkungen
Der amerikanische Arbeitsmarkt kann einiges einstecken und trotzdem weitermachen. Solide Beschäftigungszuwächse im März geben die Gewissheit, dass die Schwäche im Februar nur eine einmalige Sache war. Wenn man jedoch die breiteren Trends außer Acht lässt, hat sich das dreimonatige Durchschnittstempo der Neueinstellungen von etwa 240 Stellen pro Monat Mitte 2018 auf 180 im ersten Quartal verlangsamt.
Gewöhnen Sie sich an Einstellungszahlen von unter 200 pro Monat. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich von 3 % im Laufe des Jahres 2018 auf knapp über 2 % in diesem Jahr. Dieser Prozess wird gedämpftere monatliche Lohnzuwächse bedeuten, was mit einer reifen Phase des Konjunkturzyklus übereinstimmt. Wir erwarten, dass sich die Beschäftigungszuwächse bis Ende 150 auf unter 2019 pro Monat verlangsamen werden. Dennoch wird dieses geringere Einstellungstempo ausreichen, um die Arbeitslosenquote etwas weiter unter ihr aktuelles Niveau zu senken und die Lohnzuwächse für die Arbeitnehmer gesund zu halten.
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