Woche vor uns: Handelskrieg, Zentralbanken und wichtige Daten

Fundamentale Analyse des Forex-Marktes

In der kommenden Woche stehen Zinsentscheidungen zweier großer Zentralbanken sowie mehrere potenziell marktbewegende Daten aus der ganzen Welt im Mittelpunkt. Aber nachdem US-Präsident Donald Trump die Handelsspannungen diese Woche wieder auf den Siedepunkt gebracht hat, wird die Stimmung zu Beginn der Woche stark von den handelsbezogenen Schlagzeilen beeinflusst werden, wobei China bereits angekündigt hat, dass es Gegenmaßnahmen ergreifen wird. Tatsächlich bestand die Möglichkeit, dass der Präsident am Freitag in einer für 18:45 Uhr (13:45 Uhr ET) geplanten Rede EU-Zölle ankündigen würde.

Neben Handelskriegen hat auch der etwas enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Fed erhöht. Seien Sie also nicht überrascht, wenn der Dollar Anfang nächster Woche weiter schwächeln würde, insbesondere gegenüber Zufluchtswährungen wie dem japanischen Yen und Gold. Aber es wird viele globale Daten geben, die ausländische Währungen bewegen werden. Hier sind einige der Daten-Highlights:

Montag

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  • Flash-Services-PMIs aus Großbritannien und den USA (ISM) und endgültige PMIs aus Ländern der Eurozone.

Dienstag

  • Vierteljährliche Beschäftigungsveränderung in Neuseeland (später Montagabend für britische/amerikanische Investoren)
  • RBA
  • Deutsche Fabrikbestellungen

Mittwoch

  • RBNZ
  • Deutsche Industrieproduktion

Donnerstag

  • Chinas Handelsbilanz

Freitag

  • Japans BIP
  • Deutsche Handelszahlen
  • Britisches BIP, verarbeitende Produktion und Bauproduktion
  • Kanadische Beschäftigungszahlen
  • US PPI

Der US-Dollar könnte weiter fallen

Nach der jüngsten Zinssenkung der Fed ist sich der Markt nun zu 98 % sicher, dass wir im September eine Folgesenkung erleben werden, so das FedWatch-Tool der CME, obwohl die Zentralbank am Mittwoch ein nicht ganz so gemäßigtes Signal gegeben hat. Daher werden die kommenden Wirtschaftsdaten aus den USA (und weltweit) in den nächsten anderthalb Monaten von entscheidender Bedeutung sein. Abgesehen vom ISM-Einkaufsmanagerindex für das nicht verarbeitende Gewerbe am Montag steht in Bezug auf die US-Daten nächste Woche leider nicht viel auf der Agenda. Dennoch werden sich die Märkte fragen, ob die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China die Chancen für weitere Zinssenkungen überhaupt erhöhen könnte. Der Dollar ist bereits stark gefallen, seit Trump über die zusätzlichen Zölle getwittert hat. Tatsächlich dürften die Zölle laut Capital Economics in der zweiten Jahreshälfte zu einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen, was „ein weiterer Grund zu der Annahme ist, dass die Fed die Zinssätze bis Anfang 50 um weitere 2020 Basispunkte senken wird“.

RBNZ erwartet eine Kürzung

Was die beiden Zentralbanken betrifft, wird allgemein erwartet, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Zinsen um 25 Basispunkte von derzeit 1.25 % auf 1.50 % senken wird. Dies würde keine große Überraschung sein, obwohl das Ausmaß, in dem der NZD reagieren wird, fast vollständig von der Forward Guidance abhängen wird. Wenn die RBNZ signalisiert, dass weitere Zinssenkungen bevorstehen, könnte der NZD stark fallen. Wenn sie dagegen signalisiert, dass es sich um eine endgültige Zinssenkung handelt, könnte der Rohstoffdollar in diesem Fall trotz der erwarteten Zinssenkung positiv reagieren.

Änderung der RBA-Politik ungewiss

Weniger Gewissheit herrscht bei der Reserve Bank of Australia (RBA), die im letzten Monat die Zinsen auf nur 1.0 % gesenkt hat. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Senkung um 25 Basispunkte liegt bei etwa 50 %. Was auch immer die RBA tut, es wird eine Gruppe von Marktteilnehmern geben, die enttäuscht/überrascht sein werden. Daher könnte sich der AUD aufgrund der Ankündigung stark bewegen.

Empfohlener Chart: AUD/JPY

Da das Risiko nicht mehr auf dem Speiseplan steht und die Möglichkeit einer RBA-Zinssenkung besteht, könnte der AUD/JPY im Laufe der Woche durchaus noch weiter fallen. Sollte sich die RBA jedoch gegen eine Zinssenkung entscheiden, könnte es am Dienstag zu einem Short Squeeze kommen. Dennoch ist der Trend rückläufig, weshalb wir es vorziehen, die Rallyes abzuschwächen. Die erste Tageswiderstandsstufe liegt bei 72.90, dann gibt es bis zum Bereich 74.00-74.35 nichts Signifikantes. Diese Ebenen wurden zuvor unterstützt.

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