Die Zahl der Beschäftigten im privaten Sektor ist im Oktober schneller gestiegen als erwartet. Das solide Wachstum wurde jedoch durch eine deutliche Abwärtskorrektur für den Vormonat ausgeglichen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage hervorgeht.
Laut ADP und Moody's Analytics stellten die Unternehmen im Oktober 125,000 Mitarbeiter ein, 25,000 mehr als von den von Dow Jones befragten Ökonomen erwartet.
Mittelständische Unternehmen mit 50 bis 499 Beschäftigten lagen mit 64,000 Neueinstellungen an der Spitze. Große Unternehmen schufen 44,000 neue Arbeitsplätze, während kleine Unternehmen einen Stellenzuwachs von 17,000 verzeichneten.
Die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungssektor stieg diesen Monat um 138,000, vor allem im Bildungs- und Gesundheitssektor um 41,000. In den Bereichen Handel, Transport und Versorgung wurden 32,000 neue Beschäftigte eingestellt.
Allerdings ging die Zahl der Beschäftigten in der Güterproduktion im Oktober um 13,000 zurück.
Die Lohn- und Gehaltslisten für September wurden ebenfalls um 93,000 nach unten korrigiert, das sind 42,000 weniger als in der Umfrage von ADP/Moody's Analytics vom 2. Oktober.
„Das Beschäftigungswachstum ist im vergangenen Jahr stark zurückgegangen“, sagte Mark Zandi, Chefökonom bei Moody's Analytics. „Der Beschäftigungsrückgang ist bei produzierenden Unternehmen und kleinen Unternehmen am ausgeprägtesten. Wenn die Einstellungszahlen weiter nachlassen, wird die Arbeitslosigkeit steigen.“
Die Daten vom Mittwoch werden von den Anlegern als Vorschau auf den Beschäftigungsbericht der Regierung für Oktober genutzt, der am Freitag um 8:30 Uhr ET veröffentlicht werden soll.
Der Bericht von ADP und Moody's Analytics erscheint auch vor einer wichtigen Ankündigung der Federal Reserve später am Mittwoch. Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen um 25 Basispunkte senkt. Das wäre die dritte Zinssenkung der Fed im Jahr 2019.
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